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«VOLLKOMMENHEIT – Die Grundlage unseres Seins» gespielt von Michaela Nydegger

Ein paar Worte zum Buch

Wie das Buch entstand

Bereits als Kind habe ich gerne geschrieben und gemalt. Im Sommer 2016 habe ich zunächst die Malerei wiederentdeckt – frei, ohne bestimmte Technik, ohne Vorlage, ohne Vorstellung, malen, was kommt. Dadurch durften im Verlaufe der Jahre Bilder entstehen, die «leben» und auf verschiedensten Ebenen auf uns wirken, uns unterstützen.
Ein innerer Drang liess mich Ende März 2019 während der Nacht aufwachen und Themen auf Papier bringen, die mich interessieren und über die ich gerne schreiben möchte. Die Themen wie der Moment, loslassen, Tod, Weisheit, Liebe, Freiheit, Bewusstsein/Seinbewusst und deren Zusammenhänge im Ausdruck des Lebens erschienen mir im ersten Augenblick als nichts Besonderes, als nichts Neues. Schon viele Bücher wurden darüber geschrieben. Dennoch überwiegte die Freude am Schreiben; sie war mein innerer Antrieb und mit den vorliegenden Themen hatte ich zumindest einen Anfang.
Wenige Tage später begann ich, in den Notizen auf meinen iPhone (was später durch ein Mini-Tablet ersetzt wurde) zu tippen. Immer wenn ich unterwegs war (im Zug, Bus oder Tram) oder irgendwo Wartezeiten hatte, waren sie noch so kurz, habe ich geschrieben. Ich konnte nicht anders; der innere Impuls war sehr stark – und meine Freude auch.
Es war nicht so, dass ich vom Anfang zum Schluss geschrieben habe: Ganze Absätze haben sich während des Schreibens verschoben, Texte wurden in Texte eingefügt, Texte wurden umgeschrieben, die Unterteilung in die verschiedenen Kapitel entstand ebenso mehrheitlich erst am Schluss. Das Einzige, was immer klar war, war die Energie des Buches: Ich habe von Beginn an das Buch gefühlt und wusste, sobald etwas ins Buch gehört. Gedanken, Gefühle und Worte, die der Energie des Buches entsprechend waren, «leuchteten» vor mir und ich wusste, dass sie sich auf die eine oder andere Art in diesem Buch entfalten werden. Die Inspiration kam dabei von überall: Direkt aus der Intuition, über ein Gespräch, ein Lied, ein Bild, ein Film, ein Plakat, ein Buch… Aus Stichworten wurden, wie aus dem Nichts, Sätze, Texte und ganze Seiten. Das Buch hat sich wie von selbst geschrieben. Zeit gab es in diesen Momenten nicht.

Mit dem Schreiben wuchs mehr und mehr das Bedürfnis in mir weiterzugeben, was mich persönlich die letzten Jahre sehr unterstützt hat: Die Erkenntnis, dass wir immer die Wahl haben. Die Erkenntnis, dass wir frei sind, unabhängig davon, wie unfrei wir uns – als Individuum oder als Gesellschaft – in unserem alltäglichen Leben oft verhalten. Deshalb habe ich weiter gemacht, obwohl es in meinen Augen mehrheitlich ein Chaos war. Ich habe weiter zusammengetragen, was mich erreicht hat. Alle haben dabei mitgeschrieben: von den Pendlern im ÖV über die unterstützenden Wesen der Freiheit bis zum Seinbewusst selbst. Alle haben zur Realisation des Buches beigetragen; dieses Buch stellt ein Gemeinschaftswerk dar.

«Die Sicht der Vollkommenheit»
Erst dachte ich, dass das Buch über die Sehnsucht handelt, dann über die Weisheit in uns. Der endgültige Titel VOLLKOMMENHEIT wusste ich erst gegen Ende des Buches. Hätte ich ihn zu Beginn gewusst, hätte ich vermutlich nie begonnen zu schreiben. Wie kann ein Buch über die Vollkommenheit geschrieben werden? Wie kann ein Buch, das mit Worten bereits fixe Definitionen enthält, über die Vollkommenheit handeln? Die Vollkommenheit liegt jenseits von Definitionen; sie trägt alle Möglichkeiten in sich. Eine Definition ist «nur» eine Manifestation einer dieser Möglichkeiten und zeigt nur eine Seite des Ganzen, weshalb schnell Missverständnisse entstehen können.
Um Definitionen abzuschwächen, hat das Buch einen eigenen Weg gewählt: Es erzählt mehrheitlich aus der «Sicht der Vollkommenheit». Da die Vollkommenheit alles ist, wird aus der Sicht der Vollkommenheit nichts ausgeschlossen. So bietet sie uns eine Möglichkeit, trotz (oder passender: mithilfe von) Definitionen die an sich definitionslose Freiheit zu offenbaren.
Es war diese Freiheit, die ich von Beginn an gefühlt habe und die mich durch das ganze Buch geführt hat. Es war die Freiheit, die Energie der Vollkommenheit, die «geleuchtet» hat. Sie war es auch, die mir am Anfang das Gefühl gab, diese Themen seien nichts Neues: In der Vollkommenheit gibt es nichts Neues. In ihr existiert schon alles Wissen. Im Bewusstsein des Seinbewussts ist das Wissen eine Gewissheit, dass es so ist.

Dennoch dürfen wir uns während des Lesens immer wieder bewusst erinnern, uns nicht an Worten festzuhalten – auch wenn sie schwarz auf weiss stehen. Die Sicht der Vollkommenheit, die in diesem Buch gezeigt wird, ist nur eine Sicht der Vollkommenheit; je nach Grundlage und Ausrichtung, die jeder in sich trägt, wird das Leben anders wahrgenommen. Jeder hat eine Wahrheit in sich, die genau so wahr ist wie jede andere Wahrheit auch. Das ist die eigentliche Botschaft der Vollkommenheit: die Bereitschaft für anderes, die Offenheit für Möglichkeiten, dass es immer anders sein kann. Genau deshalb werden wir in diesem Buch an unsere Flexibilität erinnert, durch unsere bewusste Wahl jederzeit die (eigene) Sicht der Vollkommenheit einnehmen zu können. Die Vollkommenheit wiederum lässt uns wissen, dass alles sein darf. Durch diesen Perspektivenwechsel gelangen wir vom Mangel in die Fülle, von der Ohnmacht in die Macht, vom Kampf in den Frieden – ohne dass sich ausserhalb von uns etwas verändert hat. Die Veränderung beginnt in uns; wir sind die Veränderung vor der Veränderung. Wir selbst sind die Kraft, durch die Veränderung geschieht.

Das Leben ist ein Kreislauf, der nicht endet, weil er nicht begonnen hat – er «ist». Die Vollkommenheit liegt hinter jeder Erfahrung des Lebens, weil alles Leben aus ihr entspringt. Sie ist die Grundlage, die uns eine Grundlage gibt, ohne uns eine Grundlage zu geben. Sie ist der Boden, der uns Boden bietet, ohne der Boden zu sein. Sie ist Freiheit. Ein Kind würde sagen: «Die Vollkommenheit ist immer eins mehr, egal was wir tun.»

Die Sicht der Vollkommenheit wird uns immer Wege erkennen lassen, damit wir im Leben (frei) weitergehen können. Ich wünsche jedem die Offenheit, in die Energie der Vollkommenheit einzutauchen und unser wahres Sein – die Freiheit – zu erkennen. Viel Freude dabei!

In Liebe, Tanja

Bilder, die zu ausgewählten Themen des Buches gemalt wurden:

Acrylfarben auf bespannte Baumwoll-Keilrahmen, 50 x 60 cm
(Bei Interesse: Kontaktformular)

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